„Was kostet eine App?“ ist die Frage vor dem Projekt. „Und was kostet sie im Monat?“ ist die Frage, die in fast jedem Businessplan fehlt. Die gute Nachricht: Die laufenden Kosten sind überschaubar und gut planbar. Die schlechte: Wer sie ignoriert, bezahlt später deutlich mehr – im schlimmsten Fall mit einer App, die irgendwann kommentarlos aus dem Store verschwindet.
Die Baukosten haben wir in „Was kostet eine App?“ aufgeschlüsselt. Hier geht es um alles, was danach kommt.
Die kurze Antwort
Nach dem Launch fallen drei Posten an:
- Store-Gebühren – klein, aber Pflicht.
- Hosting und Backend – von 0 € bis dreistellig pro Monat, je nach Nutzerzahl.
- Wartung und Updates – der mit Abstand größte Posten. Faustregel: 15–20 % der Projektsumme pro Jahr. Für deine konkrete Summe rechnet dir das unser Betriebskosten-Rechner in Monatsbeträge um.
Für eine Starter-App heißt das im ersten Jahr grob 2.000 € – die komplette Beispielrechnung steht unten.
Store-Gebühren: der kleinste Posten
- Apple Developer Program: 99 US-$ pro Jahr (Stand 2026). Die Mitgliedschaft ist Pflicht, solange deine App im App Store stehen soll – läuft sie aus, nimmt Apple die App aus dem Store.
- Google Play: einmalig 25 US-$ für das Entwicklerkonto (Stand 2026), danach fallen keine jährlichen Gebühren an.
Zusammen also gut 100 € im ersten Jahr – kein Posten, an dem ein Projekt scheitert. In die Rechnung gehört er trotzdem, schon weil die Apple-Mitgliedschaft jedes Jahr verlängert werden will.
Hosting und Backend: ehrliche Spannen statt Scheinpräzision
Was der Betrieb im Hintergrund kostet, hängt fast vollständig davon ab, ob und wie viele Nutzer Daten über einen Server austauschen:
- Kein Backend: Bleiben alle Daten auf dem Gerät – wie bei unserer Starter-App –, kostet das Hosting schlicht 0 €.
- Kleine App mit Firebase oder Supabase: in den ersten Monaten oft komplett im Free Tier, danach meist ein einstelliger bis niedriger zweistelliger Euro-Betrag pro Monat.
- Wachsende Nutzerzahlen: Mit einigen tausend aktiven Nutzern wandert die Rechnung in den zweistelligen bis dreistelligen Bereich pro Monat – abhängig von Datenmenge, Push-Volumen und Medien-Uploads.
Eine exakte Zahl vorab wäre Scheinpräzision, denn die tatsächlichen Kosten hängen am Nutzungsverhalten. Was sich seriös sagen lässt: Mit der richtigen Architektur wachsen die Hosting-Kosten mit deinem Erfolg – und nicht vor ihm.
Wartung und Updates: der Posten, den fast jeder unterschätzt
Eine App ist kein Bauwerk, das fertig ist und einfach steht. Jedes Jahr erscheinen neue iOS- und Android-Versionen, die Stores heben regelmäßig ihre Mindestanforderungen an (etwa aktuelle SDK-Versionen als Voraussetzung für Updates), und in den verwendeten Bibliotheken tauchen Sicherheitslücken auf, die gepatcht werden müssen. Nichts davon macht deine App besser – aber alles davon ist nötig, damit sie so gut bleibt, wie sie am Launchtag war.
Als Faustregel solltest du 15–20 % der Projektsumme pro Jahr für Wartung und Pflege einplanen. Damit dieser Posten kalkulierbar bleibt, gibt es bei uns planbare Wartungspakete ab 150 € netto im Monat – mit festem Umfang statt offener Stundenabrechnung. Alle Preise netto zzgl. Umsatzsteuer – unser Angebot richtet sich an Unternehmen, Selbstständige und Organisationen.
Was passiert, wenn du die Wartung weglässt
Zuerst: nichts. Genau das macht diesen Posten so verführerisch zum Streichen. Der Verfall kommt schleichend:
- Ein neues Betriebssystem erscheint, und einzelne Details brechen – eine Darstellung auf neuen Geräten, ein geänderter Berechtigungs-Dialog, ein Absturz in einem Randfall.
- Die Stores verlangen für Updates irgendwann aktuellere SDK-Versionen. Dann lässt sich nicht einmal mehr ein kleiner Bugfix einreichen, ohne vorher die technische Basis anzuheben – aus einer Stunde Arbeit werden Tage.
- Sicherheitslücken in Bibliotheken bleiben offen, obwohl Patches längst verfügbar wären.
- Und am Ende räumen Apple und Google auf: Beide entfernen regelmäßig Apps aus den Stores, die lange nicht aktualisiert wurden.
Eine ungewartete App stirbt also nicht am ersten Tag – sie verfällt über Monate, bis die Reparatur teurer ist, als die Pflege je gewesen wäre.
Beispielrechnung: eine Starter-App im ersten Jahr
Ein bewusst einfach gehaltenes Rechenbeispiel – dein konkretes Projekt kann davon abweichen. Angenommen, du lässt unsere Starter-App bauen: 9.900 € netto Festpreis, ohne eigenen Server, in der Regel in 4–6 Wochen im Store. Im ersten Jahr kämen an laufenden Kosten dazu:
- Apple Developer Program: 99 US-$ (Stand 2026)
- Google-Play-Entwicklerkonto: einmalig 25 US-$ (Stand 2026)
- Hosting: 0 € – die Starter-App kommt ohne Server aus
- Kleinstes Wartungspaket: 150 € netto × 12 Monate › 1.800 €
Macht – je nach Wechselkurs – rund 1.900 € netto im ersten Jahr, also etwa 160 € im Monat. Das deckt sich mit der Faustregel: 15–20 % von 9.900 € sind rund 1.500 bis 2.000 € pro Jahr.
Für ein größeres Projekt machst du dieselbe Rechnung auf: Baukosten mit dem App-Kosten-Rechner abschätzen, davon 15–20 % pro Jahr für die Wartung ansetzen und das Hosting nach den Spannen oben dazunehmen.
Fazit
Die laufenden Kosten einer App sind kein Kleingedrucktes, sondern Teil des Geschäftsmodells – wer sie von Anfang an einplant, erlebt keine Überraschungen und muss später nie zwischen „Sicherheits-Patch“ und „neues Feature“ wählen. Wenn du wissen willst, was dein Vorhaben im Bau und im Betrieb kosten würde: Im kostenlosen Erstgespräch rechnen wir beides ehrlich mit dir durch.