Wenn du gerade App-Angebote vergleichst, hast du vermutlich gemerkt: Die Preise können weit auseinanderliegen – und trotzdem sagt die Zahl unter dem Strich am wenigsten darüber, wie gut ein Angebot wirklich ist. Entscheidend ist, was drinsteht. Hier sind zehn Punkte, die du bei jedem Angebot prüfen kannst – unseres eingeschlossen.
Die zehn Prüfpunkte
1. Gehört dir der Quellcode nach Bezahlung – schriftlich?
Der Quellcode ist das Fundament deiner App. Steht im Angebot oder Vertrag ausdrücklich, dass du nach vollständiger Bezahlung die Rechte am Code bekommst? Nur dann kannst du später den Dienstleister wechseln, ein eigenes Team aufbauen oder die App weiterverkaufen. Fehlt der Passus, bitte um eine schriftliche Ergänzung – eine mündliche Zusage hilft dir zwei Jahre später wenig. Bei Unklarheiten in der Formulierung: im Zweifel rechtlich prüfen lassen.
2. Laufen die Store-Konten auf deinen Namen?
Apple-Developer- und Google-Play-Konto sind der offizielle Zugang zu deinen Nutzern. Wenn sie auf dich beziehungsweise deine Firma laufen, gehören dir App-Eintrag, Bewertungen und Download-Historie – unabhängig davon, mit wem du in Zukunft zusammenarbeitest. Der Dienstleister kann als Teammitglied in deinem Konto arbeiten; Inhaber solltest du sein.
3. Wird in Meilensteinen gezahlt?
Sauber strukturierte Projekte teilen die Zahlung in Etappen – zum Beispiel Projektstart, Design-Abnahme, Beta-Version, Release. So zahlst du für sichtbaren Fortschritt und behältst jederzeit die Kontrolle. Eine Anzahlung ist üblich und fair; die komplette Summe vorab schafft dagegen ein Ungleichgewicht, das keiner Seite nützt.
4. Steht drin, was nicht im Preis enthalten ist?
Ein gutes Angebot benennt nicht nur den Umfang, sondern auch die Grenzen: Sind Store-Gebühren, Serverkosten, Bildlizenzen, Rechtstexte oder die Pflege nach dem Launch enthalten – oder eben nicht? Beides ist in Ordnung, solange es dasteht. Eine ehrliche „Nicht enthalten“-Liste ist kein Warnsignal, sondern ein Qualitätsmerkmal: Sie zeigt, dass der Anbieter das Projekt bis zum Ende durchdacht hat.
5. Gibt es einen festen Stundensatz für spätere Änderungen?
Änderungswünsche kommen in jedem Projekt – die Frage ist nur, was sie kosten. Steht im Angebot ein transparenter Stundensatz für Arbeiten außerhalb des vereinbarten Umfangs? Dann sind Nachträge kalkulierbar, bevor der erste anfällt. Bei uns sind das 90 € netto pro Stunde, ein Satz für alle Rollen.
6. Wie ist die Gewährleistung geregelt?
Wirf einen Blick darauf, was das Angebot zur Fehlerbehebung nach der Abnahme sagt: Wie lange werden Mängel behoben, zu welchen Bedingungen – und greift dafür vielleicht ohnehin ein Wartungsvertrag? Wichtig ist, dass überhaupt etwas dazu dasteht. Was einzelne Klauseln rechtlich bedeuten, bewerten wir nicht – gerade bei diesem Punkt lohnt es sich, den Vertrag im Zweifel rechtlich prüfen zu lassen.
7. Bekommst du Zugriff auf Repository und Dokumentation?
Der Code sollte in einem Versionsverwaltungssystem (in der Regel Git) liegen, auf das du Zugriff bekommst – spätestens bei der Übergabe, besser schon während des Projekts. Dazu gehört Dokumentation: Wie wird die App gebaut, welche Dienste sind angebunden, wo liegen welche Zugänge? Das ist deine Versicherung dafür, dass ein Wechsel des Dienstleisters technisch möglich bleibt.
8. Werden die laufenden Kosten ehrlich benannt?
Eine App ist mit dem Launch nicht fertig: Betriebssystem-Updates, Monitoring, Bugfixes und Serverkosten laufen weiter. Ein realistisches Angebot spricht das offen an. Als Faustregel kannst du mit 15–20 % der Projektsumme pro Jahr für Betrieb und Pflege rechnen – mehr dazu in unserem Artikel Was kostet eine App? und bei unseren Wartungspaketen ab 150 € netto im Monat.
9. Ist geregelt, was bei einem Projektabbruch passiert?
Niemand plant den Abbruch – umso wichtiger, dass er geregelt ist. Was geschieht mit bereits bezahlten Meilensteinen? Bekommst du den aktuellen Stand von Code und Unterlagen ausgehändigt? Eine faire Regelung lautet: Bezahlte Arbeit gehört dir, inklusive Zwischenstand. Fehlt dazu jede Aussage, sprich das Thema an, bevor du unterschreibst.
10. Bekommst du auf kritische Fragen konkrete Antworten?
Der vielleicht wichtigste Punkt, weil er alle anderen testet: Stell im Gespräch zwei oder drei Fragen aus dieser Liste. Ein Anbieter, für den Quellcode-Übergabe, Meilensteine und offene Kostenkommunikation selbstverständlich sind, beantwortet sie konkret und gern auch schriftlich. Bleiben die Antworten auf einfache Fragen vage, ist das die deutlichste Information, die dir ein Vergleich liefern kann.
Wie wir selbst mit diesen Punkten umgehen
Damit das keine Theorie bleibt: Unsere Preise stehen offen auf der Preis-Seite – von der Starter-App zum Festpreis von 9.900 € netto bis zur kompletten Preisliste – und der App-Kosten-Rechner rechnet mit genau denselben Zahlen. Quellcode-Übergabe, Store-Konten auf deinen Namen und Zahlung in Meilensteinen sind bei uns Standard, keine Verhandlungssache. Alle Preise netto zzgl. Umsatzsteuer – unser Angebot richtet sich an Unternehmen, Selbstständige und Organisationen.
Fazit
Diese Liste ist kein Misstrauensvotum, sondern ein Werkzeug: Sie macht Angebote vergleichbar, die auf den ersten Blick nur eine Zahl unterscheidet. Nimm sie mit ins nächste Gespräch – und wenn du unsere Antworten auf alle zehn Punkte hören willst: Im kostenlosen Erstgespräch bekommst du sie konkret und auf Wunsch schriftlich. Antwort werktags innerhalb von 24 Stunden.