Worum es geht
Mafia Party ist die App-Fassung von etwas, das viele vom Lagerfeuer kennen: Werwolf, Mafia, „Die Werwölfe von Düsterwald“. Nachts sind die Bösen unterwegs und schalten jemanden aus, tagsüber diskutiert die Runde, wer es gewesen sein könnte, und stimmt ab. Nur dass hier niemand Karten austeilen muss, keiner aus Versehen spickt und die Erzählerstimme immer da ist – auf Deutsch, Türkisch oder Englisch.
Was am Küchentisch in zehn Minuten erklärt ist, wird als App ein ordentlicher Brocken: 20 Rollen mit eigenen Fähigkeiten, vom Detektiv über den Pathologen bis zu Graf Dracula. Dazu Lobbys, in denen sich Fremde finden, ein Chat für die Diskussionsrunde, Clans, eine Bestenliste, eine Tauschbörse für Sammelstücke, ein Shop mit Skins und Haustieren – und über 300 Sprachaufnahmen für die Erzählerin.
Die schwierigste Stelle
Bei einem Spiel mit zwanzig Rollen und einem Dutzend Mitspielern lautet die zentrale Frage nicht „wie sieht es aus“, sondern: Wer entscheidet, was passiert ist?
Die naive Antwort wäre: das Handy des Spielers. Der Detektiv tippt auf einen Verdächtigen, sein Gerät rechnet aus, was er sieht, und schickt das Ergebnis an alle. Das funktioniert genau so lange, bis jemand merkt, dass sich ein Handy manipulieren lässt – dann kennt ein Spieler plötzlich alle Rollen, und das Spiel ist kaputt.
Deshalb entscheidet bei uns der Server. Wer nachts wen trifft, wer stirbt, wer gewinnt: Das rechnet nicht das Gerät aus, sondern eine Funktion in der Cloud, die kein Spieler beeinflussen kann. Das Handy zeigt nur an. Genauso bei Käufen – ein gekaufter Gegenstand wird erst gutgeschrieben, wenn der Server den Kaufbeleg beim Store selbst geprüft hat.
Der zweite Brocken sind Verbindungsabbrüche. Wenn mitten in der Nacht jemandem der Aufzug das Netz nimmt, darf die Runde für die anderen elf nicht stehenbleiben. Und wenn jemand die App wegwischt, muss sein Platz in der Lobby wieder frei werden – sonst warten neue Spieler auf einen Raum, in dem längst niemand mehr sitzt.
Wo es steht
Die App ist aus einer einzigen Codebasis für Android und iOS gebaut, dazu existiert eine Fassung fürs Web. Die Android-Version ist im Google Play Store erschienen, die iOS-Fassung folgt.
Wenn du ein Projekt planst, in dem mehrere Menschen gleichzeitig dasselbe sehen sollen – Terminplanung im Team, ein Buchungssystem, eine App mit Chat –, dann sind das genau die Fragen, die dort auch auftauchen. Erzähl uns davon, wir ordnen es dir ehrlich ein.