Wenn die Grundsatzentscheidung für Cross-Platform gefallen ist – also eine Codebasis für iOS und Android statt zwei nativer Apps; diese Ebene darüber haben wir im Artikel „Nativ oder Cross-Platform?“ sortiert –, folgt sofort die nächste Frage: Flutter oder React Native? Und weil viele diese Frage über die Kosten stellen, beantworten wir genau die zuerst.
Bei uns kostet beides gleich
In unserer offenen Preisliste ist Cross-Platform eine einzige Position: 7.500 bis 12.000 € für den Plattform-Anteil der Entwicklung – egal, ob dahinter Flutter oder React Native steht. Alle Preise netto zzgl. Umsatzsteuer – unser Angebot richtet sich an Unternehmen, Selbstständige und Organisationen.
Das ist keine Vereinfachung, sondern Kalkulation: Der Aufwand eines App-Projekts hängt an Funktionsumfang, Design-Anspruch und Schnittstellen – nicht daran, welches der beiden Frameworks die Screens auf den Bildschirm bringt. Ein Login-Flow kostet in Flutter so viel wie in React Native, ein Karten-Feature auch. Nennt dir jemand für dasselbe Projekt je nach Framework deutlich unterschiedliche Preise, sagt das vor allem etwas über sein Team: Es beherrscht eines der beiden besser. Das ist völlig legitim – gehört aber offen auf den Tisch.
Der echte Kostenunterschied liegt also nicht im Framework, sondern in der Passung – zu deinem Projekt und zu dem Team, das die App baut und später wartet. Wie sich die Projektsumme insgesamt zusammensetzt, rechnet unser App-Kosten-Rechner in zwei Minuten durch.
Was Flutter ausmacht
Flutter kommt von Google, ist Open Source und verwendet die Programmiersprache Dart. Die technische Besonderheit: Flutter zeichnet die komplette Oberfläche selbst, mit einer eigenen Rendering-Engine, statt die UI-Bausteine des Betriebssystems zu verwenden. Das hat spürbare Konsequenzen:
- Sehr konsistente UI: Was du im Design abnimmst, sieht auf iOS und Android bis ins Detail gleich aus – über Gerätegenerationen und OS-Versionen hinweg.
- Stark bei individuellen Designs: Eigenes Designsystem, Markenwelt, aufwendige Animationen – wenn deine App bewusst nicht nach Standard aussehen soll, spielt Flutter seine Architektur voll aus.
- Dart ist schnell gelernt, aber eine eigene Welt: Die Sprache wird fast ausschließlich für Flutter eingesetzt. Vorhandenes Web-Wissen lässt sich weniger direkt wiederverwenden.
Was React Native ausmacht
React Native kommt von Meta, ist ebenfalls Open Source und setzt auf JavaScript beziehungsweise TypeScript mit React – dem Framework, das große Teile des modernen Webs antreibt. Anders als Flutter rendert React Native mit den echten UI-Komponenten des jeweiligen Betriebssystems. Auch das hat Konsequenzen:
- Natives Rendering: Buttons, Listen, Übergänge kommen vom System – die App fühlt sich auf beiden Plattformen „zu Hause“ an und übernimmt neue Systemoptik oft automatisch.
- Riesiges Ökosystem: JavaScript gehört zu den am weitesten verbreiteten Programmiersprachen; an Bibliotheken, Werkzeugen und Entwicklern herrscht kein Mangel.
- Gold wert, wenn React-Wissen im Haus ist: Wer bereits eine Web-Anwendung mit React betreibt, kann Wissen, Muster und teils sogar Code doppelt nutzen – und findet sich in der Codebasis der eigenen App schnell zurecht.
Die vier Kriterien, die wirklich entscheiden
- Vorhandenes Team-Wissen. Das mit Abstand wichtigste Kriterium, sobald dein Unternehmen selbst Entwickler beschäftigt oder die App später intern übernehmen will. Ein React-Team wird mit React Native schneller produktiv; ein Team, das bei null anfängt, kommt mit beiden gut zurecht.
- Design-Anspruch. Eigenes Designsystem, das auf beiden Plattformen exakt gleich aussehen soll › hier hat Flutter strukturelle Vorteile. Systemnahes Look-and-feel, das sich anfühlt wie vom Hersteller › das ist das Heimspiel von React Native.
- Langzeit-Wartung. Beide Frameworks werden seit Jahren aktiv weiterentwickelt und tragen Apps mit Millionen Nutzern. Entscheidender als die Roadmap der Frameworks ist die Frage, wer deine App in drei oder fünf Jahren pflegt – und ob du dafür Entwickler findest. Die Verbreitung von JavaScript hilft hier React Native; Flutter hat in den letzten Jahren aber stark aufgeholt.
- Community und Ökosystem. Beide Communities sind groß und aktiv. React Native profitiert vom gewaltigen JavaScript-Ökosystem, in dem du für fast alles eine Bibliothek findest – die Auswahl der wirklich gepflegten erfordert Erfahrung. Flutters Paket-Landschaft ist kleiner, dafür oft näher am Framework organisiert. Ein pauschales „besser“ gibt es nicht; es kommt darauf an, welche Bausteine dein Projekt konkret braucht.
Ehrlich: Meistens ist es nicht kaufentscheidend
Für die meisten Projekte von Selbstständigen und kleinen Unternehmen gilt: Beide Frameworks können deine App tragen. Die Unterschiede oben sind real – aber sie entscheiden selten über Erfolg oder Misserfolg eines Projekts. Was darüber entscheidet, ist viel banaler: sauberes Handwerk, ehrliche Beratung, ein Plan für die Zeit nach dem Launch. Kurz: wer baut, ist wichtiger als womit. Woran du einen seriösen Anbieter erkennst, haben wir im Artikel „Seriöses App-Angebot erkennen“ zusammengestellt.
Deshalb steht die Framework-Frage bei uns auch nicht am Anfang eines Projekts – sie folgt aus deinen Anforderungen, nicht umgekehrt. Als Faustregel:
- React-Wissen im Haus oder eine bestehende React-Web-Anwendung › React Native.
- Eigenes Designsystem, das auf beiden Plattformen exakt gleich aussehen soll › Flutter.
- Systemnahe Optik wichtiger als Individualität › React Native.
- Kein eigenes Team, kein besonderer Design-Anspruch › beides passt. Entscheide über das Team, dem du vertraust – nicht über das Framework.
Fazit
„Flutter oder React Native?“ ist eine Fachfrage, keine Glaubensfrage – und beim Preis für dein Projekt macht sie bei uns keinen Unterschied. Wie wir Cross-Platform-Projekte umsetzen, steht auf unserer Leistungsseite. Und wenn du wissen willst, welches Framework zu deinem konkreten Vorhaben passt: Erzähl uns im kostenlosen Erstgespräch davon – wir antworten werktags innerhalb von 24 Stunden und begründen unsere Empfehlung so, dass du sie ohne Informatikstudium nachvollziehen kannst.